US-Regierung wollte Spionagesoftware als Updates tarnen

US-Regierung wollte Spionagesoftware als Updates tarnen


Gulli.com News Redaktion am Freitag, 25.09.2015 10:56 Uhr

Wie kann man Menschen ausspionieren, ohne sie darauf aufmerksam zu machen und das Gesetz nicht (zu sehr) zu brechen? Das ist eine knifflige Situation für Regierungen, weswegen diese immer wieder nach Methoden suchen, um sich so durchzuschlängen. So plante die US-Regierung beispielsweise, Spionagesoftware als Updates zu tarnen.

Viele Regierungen sehen nicht ein, warum die Bürger es nicht gut finden, ausspioniert zu werden. Schließlich will man doch nur das Beste für alle und Terroranschläge vermeiden…

US-Regierung sucht nach Möglichkeiten, Spionagesoftware unbemerkt einzuschleusen

Also müssen doch viele Menschen überwacht werden, sodass man bei Bedrohungen schnell reagieren kann. Dass damit die Privatsphäre und auch Grundrechte missachtet werden, ist offenbar ein notwendiges Übel. Doch wie jubelt man den Leuten die Spionagesoftware am besten unter, sodass diese es nicht bemerken und man die Personen bequem überwachen kann? Da gibt es ja schließlich auch einige Gesetze, die man damit brechen würde…

Viele Unternehmen, bei denen Regierungen wie die US-Regierung anfragen, geben eine Absage, weil man einfach durch die Integration von Hintertürchen gegen Gesetze verstoßen würde und es oft nicht einfach ist, derartige Software auf die Geräte zu schleusen. Doch, was wenn man diese Spionagesoftware als Updates tarnen würde? Wenn man die Software über die Auto-Update-Funktion beispielsweise eines Smartphones einschleusen würde, dann könnte das Rechtssystem das doch bestimmt zähneknirschend akzeptieren oder zumindest ein oder zwei Augen zudrücken und für die IT-Unternehmen wäre das doch ebenfalls problemlos machbar, oder? Doch werden solche Funktionen nicht normal durch Zertifiakte geschützt, sodass keine Schadsoftware aufgespielt werden kann? Da kann man doch sicher auch drüber hinwegsehen, oder nicht? So in etwa müsste es sich die US-Regierung laut einer Meldung der Washington Post wohl gedacht haben.

Die US-Regierung ist offenbar sehr damit beschäftigt, Wege zu finden, mit denen man Spionagesoftware so aufspielen kann, dass sie unbemerkt bleibt, dass Unternehmen es einfach umsetzen können und dass Justitia weiterhin blind dafür bleibt. Es ist ein erschreckendes Szenario, wenn man bedenkt, was für Möglichkeiten es hier geben würde, die sicherlich auch alle ausprobiert werden und die wir als User gar nicht mitbekommen. /ab

 

weiter …

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