Wir verhungern vor vollen Tellern

Möglicherweise ist die Prophezeiung „sie werden vor vollen Tellern sitzen und trotzdem verhungern“ wortwörtlich zu verstehen.
Was wenn wir mitten beim Essen von (fast) unstillbaren Hungerkrämpfen im Gedärm heimgesucht werden und das Mittagessen keine Abhilfe schafft?

Albrecht Baum

Die Hopi als ein Volk amerikanischer Ureinwohner haben in einer Prophezeiung geschrieben „sie werden vor vollen Tellern sitzen und trotzdem verhungern“. Für diese Aussage fallen mir wenigstens drei Interpretationen ein, die unmittelbar mit unserer Gesellschaft zusammen hängen.

Die Masse der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland lebt mit einem regelmäßigen Einkommen und kommt damit monatlich gut bis sehr gut über die Runden. Der Konsum in unserem Land hat ein enormes Ausmaß erreicht, wir leben in einer Überflussgesellschaft. Das Angebot ist ungeheuerlich und die Nachfrage nicht wesentlich geringer. Da wir uns in einem ständig suggerierten geglaubten Mangel im Haben befinden, versuchen wir diesen durch Konsumtion zu decken. Krisen in unserem Land haben einen marginalen Einfluss auf die Konsumtion, da sie genauer betrachtet herbei geredet werden und wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung wirken.

Zu den Hopi zurück, so ist unsere Konsumtion tatsächlich mit den vollen Tellern zu vergleichen. Weshalb werden wir aber…

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