NSU-2.0-Staatsmärchen in der JW Teil 2

9. Dezember 2015

Aus: Ausgabe vom 10.12.2015, Seite 1 / Titel

Beates Katzenjammer

NSU-Prozess: Hauptangeklagte sieht sich als Opfer emotionaler Erpressung, ­entlastet alle lebenden Verdächtigen aus Neonaziszene und Geheimdienst

Von Claudia Wangerin, München
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»Ich trank täglich drei bis vier Flaschen Sekt.
Ich vernachlässigte unsere ­Katzen.«
(Beate Zschäpes Aussage im NSU-Prozess vom Mittwoch)

Beate Zschäpe will knapp elf Jahre lang gewusst haben, dass sie mit Mördern zusammenlebte – sie habe aber deren Taten zutiefst abgelehnt und sich aus Liebe und Freundschaft nicht gestellt. Eine Erklärung mit diesem Inhalt ließ die Hauptangeklagte im Prozess um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) am Mittwoch durch ihren Anwalt Mathias Grasel vor dem Oberlandesgericht München verlesen. Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, mit denen sie 1998 in Jena untergetaucht war, hätten ihr mit Selbstmord gedroht, falls sie sich stelle und sie selbst dadurch auffliegen sollten. Für Mundlos habe sie enge freundschaftliche Gefühle habt, Böhnhardt habe sie geliebt.

Rund drei Monate nach dem Mord an dem Blumenhändler Enver Simsek in Nürnberg hätten sie ihr davon erzählt – um die Adventszeit im Jahr 2000. Nach ihrer Schilderung zeigte sie sich damals empört darüber, dass sie einen Menschen getötet hatten. »Ich bin daraufhin regelrecht ausgeflippt«, verlas Grasel in ihrem Namen. Die Stimmung nach diesem Gespräch könne sie nur als »eisig« beschreiben. Das sei auch an Weihnachten und an ihrem Geburtstag im Januar 2001 so geblieben. Nach Medienberichten über den Bombenanschlag in der Kölner Probsteigasse, bei dem die 19jährige Mashia M. schwer verletzt wurde, habe sie Mundlos und Böhnhardt gefragt, ob sie etwas damit zu tun hätten. Obwohl sie selbst vom Bau eines Sprengsatzes angeblich nichts mitbekommen hatte. Auch will sie zwischen den Mordanschlägen immer wieder gehofft haben, ihre Lebensgefährten würden keine weiteren begehen. Dabei sollen sie den auf Mashia damit begründet haben, sie hätten »Bock drauf« gehabt. Daraufhin will Zschäpe erstmals ihre Gefühle hinterfragt, aber »nicht die Kraft gehabt« haben, sich von ihnen zu trennen. Auch habe sie Angst vor einer langen Haftstrafe gehabt und sei von dem Geld abhängig gewesen, dass die beiden Männer bei Raubüberfällen erbeuteten. »Die beiden brauchten mich nicht, ich brauchte sie«, widersprach sie dem Anklagevorwurf, sie sei für die bürgerliche Fassade des Trios wichtig gewesen. Urlaubsfotos zeigen es in Harmonie. Eine innere Zerrissenheit merkten ihr auch die Campingbekanntschaften nicht an.

Nach dem Bombenanschlag auf die Kölner Keupstraße im Sommer 2004 habe sie damit gerechnet, dass Mundlos und Böhnhardt als Täter identifiziert würden, so Zschäpe. Von den letzten vier der neun Morde an Kleingewerbetreibenden türkischer, kurdischer und griechischer Herkunft sollen die »beiden Uwes« ihr im Nachhinein berichtet haben: Sie hätten »vier weitere Ausländer umgelegt«. Sie sei sehr »enttäuscht« gewesen, weil sie wieder getötet hätten. Heute fühle sie sich »moralisch schuldig«, weil sie es nicht habe verhindern können. Den Inhalt des Bekennervideos, das sie nach dem Tod von Mundlos und Böhnhardt im November 2011 verschickte, will sie nicht gekannt haben.

Auffällig ist auch, dass Zschäpe nur die beiden toten Neonazis belastet. Von der Lieferung der Schusswaffen durch Mitangeklagte oder andere Personen in einem Umfeld voller Geheimdienst-V-Leute bekam Zschäpe angeblich nichts mit. Sie bestätigt die Anklageschrift aber in fragwürdigen Punkten. Täter waren laut angeblicher Selbstbezichtigung gegenüber Zschäpe auch beim Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn 2007 nur Mundlos und Böhnhardt – sie hätten die Waffen der Opfer gewollt, da ihre eigenen teils Ladehemmungen gehabt hätten. »Völlig unplausibel« fand das der Anwalt von Kiesewetters verletztem Kollegen Martin A., Walter Martinek. »Nach dieser Aussage weiß ich genau, dass es nicht stimmt«, sagte er gegenüber junge Welt. Auch der Vater des ermordeten Halit Yozgat, Ismail Yozgat und weitere Opferangehörige bezeichneten Zschäpes Aussage insgesamt als »überhaupt nicht glaubwürdig«.

 

PS: Natürlich Frau Claudia Wangerin ist das gesamte NSU-2.0-Staatsmärchen »überhaupt nicht glaubwürdig« … aber was GLAUBEN Sie? Nur weil Ihnen Mundlos und Böhnhardt per TTB (tote Terroristen-Beweis) ins Konzept passen ist es unerheblich wenn „An sämtlichen 29 NSU Tatorten wurden keine DNA oder Fingerabdrücke des Trios Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt festgestellt“ … wurden ???

NSU-2.0-Staatsmärchen in der JW

9. Dezember 2015

Aus: Ausgabe vom 10.12.2015, Seite 8 / Ansichten

Zschäpe stützt den Staat

Konstrukt der Anklage übernommen

Von Sebastian Carlens
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Heute knallen die Sektkorken im Kölner Bundesamt:
Beate Zschäpe hat die BRD freigesprochen

Nach über 240 Tagen Schweigen packt die Angeklagte aus: Beate Zschäpe, die angeblich einzige Überlebende des »Nationalsozialistischen Untergrundes« (NSU), ließ am Mittwoch vor dem Münchner Oberlandesgericht ihre Aussage verlesen. Seit den frühen Morgenstunden warteten Zuschauer auf das Ereignis. Bild, Zeit und Spiegel online berichteten aus dem NSU-Container an der Nymphenburger Straße mit Livetickern. Die große Zschäpe-Show, das Finale am Mittwoch.

Wer tatsächlich erwartet hatte, dass die Angeklagte über die Motivation hinter den brutalen Morden, die Abgründe eines menschenverachtenden Weltbildes und die Schützenhilfe der deutschen Geheimdienste aussagen würde, darf enttäuscht sein. Schuld war die Liebe: Verknallt erst in den einen, dann in den anderen Uwe, schlitterte das naive Mädchen Beate in die falschen Kreise, in eine tragische Romanze. Zwar waren Mundlos und Böhnhardt, ihre beiden Lover, auch kaltblütige Killer, aber das will sie erst später erfahren und nicht wirklich gut gefunden haben. Das Leben im nationalsozialistischen Untergrund, eine einzige Enttäuschung: »Ich trank täglich drei bis vier Flaschen Sekt. Ich vernachlässigte unsere Katzen.«

Nach dieser »Aussage« ist klar, warum Zschäpes neue Verteidiger ausschließlich schriftliche Fragen an ihre Mandantin akzeptieren wollen. Die Antworten darauf müssen schließlich noch mit ihrer Legende abgestimmt werden. Der Polizistenmord in Heilbronn, begangen wegen der Dienstpistolen der Beamten? Unwahrscheinlich bei Waffennarren, die die Bude voll mit Revolvern und Pumpguns hatten. Vom Tod ihrer Liebhaber will sie im Radio erfahren und dann ihr Versprechen, die gemeinsame Wohnung anzuzünden, erfüllt haben. Auch das stinkt zum Himmel, denn die Auswertung ihrer Computer hat ergeben, dass sie fröhlich nach »vegetarischer Ernährung« googelte, als ihre Kompagnons in Eisenach längst gestorben waren. Später erhielt sie mehrfach Anrufe von einer Telefonnummer, die auf das Innenministerium zugelassen war. Die will Zschäpe natürlich nie entgegengenommen haben.

Im Bundesamt für Verfassungsschutz wurden am Mittwoch sicher drei bis vier Flaschen Sekt entkorkt, anschließend die Katzen gefüttert. Das Erwartbare ist geschehen, die Angeklagte hat das gesamte Konstrukt einer Anklage, die den multiplen Staatsterrorismus des NSU zum Amoklauf dreier Irrer verklärte, gestützt. Die in die Dutzende gehenden V-Leute, die um die Neonazis herumscharwenzelten, das Geld vom Staat, die »echten falschen« Pässe – alles das ist nie passiert.

Aber die zehn Menschen, die diese eiskalten Vollstrecker mit den allzu mächtigen Freunden ermordet haben, die sind echt, und sie starben wirklich. Ihre Namen sind Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kiliç, Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.

PS:
„Die Kommentatoren der Qualitätsmedien bemerken immerhin, dass Zschäpes falsche Selbsstbezichtigung ohne Belege und Beweise daherkommt.“ (Andreas Hauß) … aber nicht in der JW !!!

NSU-“Geständnis” zum 2

9. Dezember 2015

medienanalyse-international vom 09.12.2015

Die Kommentatoren der Qualitätsmedien bemerken immerhin, dass Zschäpes falsche Selbsstbezichtigung ohne Belege und Beweise daherkommt. So weit, zu sagen, es fehle hier an Täterwissen – vielleicht weil es eben nicht vorhanden ist, woher auch… soweit gehen sie natürlich nicht.
Interessant aber ist doch dabei: dass der Kontakt  des Rings  zu Zschäpe so sehr erschwert ist, dass man ihr eben kein Täterwissen hatte zustecken können. Kommt vielleicht noch im Zuge der Fragen.
Lustig: Elsässer macht der Zschäpe bei Kopp ein Kind. Ohne Humor ist das nicht zu verkraften. (Anmerkung vom Admin: … bitte nicht gar so garstig Herr Andreas Hauß)

Märchen aus 1001 Zelle:

10.59 Uhr: Zschäpe hat ausgesagt, wieso Böhnhardt und Mundlos die Polizistin Michèle Kiesewetter getötet haben. Sie brachten die 22-Jährige um, um ihre Pistole stehlen zu können, ließ Zschäpe von ihrem Verteidiger mitteilen. Das Motiv für den Polizistenmord von Heilbronn galt bislang als unklar.“

Die Dame hat sich für Cholera entschieden.
Die Pest wäre  nicht nur lebensbedrohlich, sondern tödlich.
Cholera hingegen bedeutet,  als unwissendes Dummerle  vielleicht noch eine Chance auf ein mildes Urteil zu bekommen für Sachen, die weder sie noch die beiden Uwes je taten.
Es bleibt wie bisher bei der kritischen Öffentlichkeit, klarzustellen, wer weshalb  die Polizistin Kiesewetter ermordete. Die „Ermittler“ tun es nicht, die STA erst recht nicht, die Medien fragen nicht nach, und Zschäpe spielt das große Spiel mit. Pinky  wird ihr so geraten haben.

Ja die Nerven können einem schon mal durchgehen, wenn man merkt, dass der Ring  einen fallen lässt, weil  auch dessen Macht Grenzen hat.
(Anmerkung vom Admin: … nöö … Der NSU darf nicht sterben! …)
mehr Ring

P.S.: für die Tat der beiden Uwes in Heilbronn  spricht weiterhin weder Logik noch Fingerabdrücke, weder Videos noch Zeugen. Dagegen allerdings sprechen alle Zeugen, die andere Täter  sahen und beschrieben hatten, Spurenlage usw.
Zschäpes Einlassungen sind (abgesehen davon, dass es sich um Schutzbehauptungen in Sachen toter Tatverdächtiger handelt) nichts anderes als Hörensagen. Mit Wahrheitsfindung haben sie zu tun wie mit  Bowling  an der Zugspitze oder mit dem Zitronensäurezyklus.
Fritsche, Duffner und Konsorten können vorerst ein wenig aufatmen.

NSU-„Geständnis“

9. Dezember 2015

Frau Zschäpe gibt der „BRD“ alles von persönliche Brandstiftung

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bis zur „moralischen“ Verantwortung für Polizistenmord von Heilbronn (Michèle Kiesewetter) mit postmortalem quasi Geständnis für Uwe & Uwe

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Zschäpes „Aussage“ ist eine klare Botschaft an die NSU-Netzwerker von CDU bis Linkspartei

9. Dezember 2015

Zschäpes „Aussage“ ist eine klare Botschaft an die NSU-Netzwerker von CDU bis Linkspartei

Der Arbeitskreis NSU hatte es gesagt, vor Tagen schon:

  • es gibt keine V-Frau-Aussage mehr, sondern einen neuen Deal.
  • Zschäpe wusste nichts von Morden etc., nahm nicht daran teil. (blieb so)
  • dieser neue Deal ist ein Staatsschutzdeal für die Anklagebehörde und deren Chefs aus der Bundesregierung.

 

Geschrieben hatten wir es auch:

Grasel und Kollegen haben mit der im August vorgelegten Aussage aufgezeigt, wo der Hase langläuft. Darum wissen Richter und Bundesanwälte. So, wie aufgezeigt, darf der Hase aber nicht laufen, denn das wäre in dem Umfang eine klare Drohung. Ergo wurde verhandelt, wie tief die Vorlesung gehen darf.

http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/12/08/nsu-schweige-auch-du-2/

Wir hatten dazu Insider-Infos, nämlich:

… den sehr vertrauenswürdigen Hinweis, dass Zschäpes Aussage in den letzten Tagen UMGEARBEITET wurde.

Zschäpes Aussage umfasse nun zwei wesentliche Punkte: Die Brandstiftung und ihr (Zschäpes) Verhältnis zu den Uwes.

Die Brandstiftung wird wohl nun so erklärt, dass den „Verschwörungstheorien“ (Handwerker, Gas statt Benzin oder gar eine kontrollierte Sprengung etc..) die Grundlage entzogen werden soll.

Zum Verhältnis zu den Uwes gäbe es dann seitenlange Einlassungen, halbe Lovestories, die richtig peinlich seien.

Entgegen der ursprünglichen Fassung spielt nun der VS keine Rolle mehr im neuen Papier.

So hatten wir das auch im Video drin…  Published on Dec 7, 2015

Und es wurde erneut ein wenig umgebaut, bis das herauskam, was heute verlesen wurde.

Wer die Überarbeitung zu THE NEW DEAL nicht mitbekommen hatte, der erzählte Blödsinn:

Der NSU als VS-Mörderzelle mit Andreas Temme from fatalist on Vimeo.

zur Sicherheit: http://rutube.ru/video/6f0b08cdd2936101fc745af886b39681/

.

Und der grosse, der bundesweite NSU 2.0 mit Helfern und Mittätern an jedem Tatort ist ein parteiübergreifendes Projekt gegen alles Patriotische in Deutschland:

Das grosse NSU-Netzwerk from fatalist on Vimeo.

Reservelink: http://rutube.ru/video/142688fbf929469be85895b870286487/

.

Die Bundestags-Allparteienkoalition wird sich diesen gesellschaftspolitisch enorm wichtigen NSU 2.0 keinesfalls kaputtmachen lassen:

Zu schön:

Der NSU darf nicht sterben!

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Und die Zschäpe sagte Heute aus, es gab nie einen NSU… sie war jedenfalls nicht da drin… das habe sich nur der Mundlos ausgedacht… sowas gab es gar nicht…

 

Zwischenablage39

Auch die Antifa ist happy:

Der Freundeskreis „Uwe & Uwe“ der Pink Panther Nazis, die mit dem pinken Regenschirm, denn wo Nazi drau steht, ist auch Nazi drunter:-)) hat nach der Vorlesung von Grasel eine Spontandemo in Jena durchgeführt.

:)

Zschäpes „Aussage“ ist eine klare Botschaft an die NSU-Netzwerker von CDU bis Linkspartei

Ja schon, werden Sie jetzt sagen, stimmt irgendwie…

  • es gab nie einen NSU?
  • wenn doch, dann war Zschäpe nicht drin… sagt sie. Vielleicht 2 Uwes, sonst niemand.
  • 2 Leute reichen nicht für eine terroristische Vereinigung gemäss § 129 STGB
  • zu Helfern und Mittätern werde sie nichts sagen, es gab ja keine…
  • das freut die Anklagebehörde ausserordentlich. Sonst aber Niemanden.

Aber von wem stammt diese Botschaft?

  • von Beate Zschäpe?  (sorry, okay, aber Spass muss sein)
  • von der Bundesanwaltschaft? (rettet die Schrottanklage)
  • von den Chefs der Bundesanwaltschaft (also der Bundesregierung)

 An wen richtet sie sich?

  • an den Bundestags-Untersuchungsausschuss, „Arbeit einstellen, alles geklärt“
  • an die Länder-NSU-Ausschüsse, „Macht endlich Schluss mit dem NSU-Netzwerk-Mist!“

Kleiner Tipp:

Aus: Ausgabe vom 10.12.2015, Seite 8 / Ansichten

Zschäpe stützt den Staat

Deal mit der Anklage?

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Heute knallen die Sektkorken im Kölner Bundesamt: Beate Zschäpe hat die BRD freigesprochen

.

Zugegeben, dass Zschäpe die gesamte Anklage so klar bestätigen würde, das wussten wir nicht. Hat uns überrascht, wie klar und in jedem Detail sie das tun würde. Es war ein klarer Fehler, Alles zu bestätigen. Es ist total unglaubwürdig.

Wir lehnen uns zurück und betrachten das Schauspiel, wie Politik und Medien die Aussage zerpflücken, um das NSU-Netzwerk weiterhin bundesweit gegen den gesunden und bitter nötigen Patriotismus einsetzen zu können.

Merke:

Wer Sarrazins Thesen 2010 in „Deutschland schafft sich ab“ zu mehr als 80% zustimmte, der wird mit einem neuen Schuldkult nicht unter 9 rassistischen Morden bestraft.

Nur ein 2016 „weiterhin Flüchtlingsheime anzündender NSU“ ist ein sinnvoll politisch nutzbarer NSU. Nie war der so wichtig wie HEUTE… und in naher Zukunft.

Zschäpe ist jetzt verzichtbar.

US-Koalition bombardiert syrisches Militär

7. Dezember 2015

US-Koalition bombardiert syrisches Militär

Montag, 7. Dezember 2015 , von Freeman um 08:00

Statt wie von Obama am Sonntag Abend bei seiner Rede an die Nation angekündigt, den Krieg gegen den Islamischen Staat jetzt endlich wirklich durchzuführen, haben Flugzeuge der von den USA angeführten westlichen Koalition eine Einheit der syrischen Armee angegriffen. Dabei kamen drei syrische Soldaten ums Leben, 13 wurden verletzt, zahlreiche Fahrzeuge zerstört und ein Munitionslager ging in die Luft. Der Luftangriff soll sich in Deir Ezzor im Osten Syriens abgespielt haben.

Ein Vertreter der syrischen Regierung bestätigte den Angriff und sagte: „Der Luftangriff hat ein Munitionsdepot getroffen, dass der syrischen Armee in Deir Ezzor gehört. Laut unseren Informationen sind drei Soldaten getötet worden, 13 wurden verletzt. Drei gepanzerte Fahrzeuge und vier Militärfahrzeuge wurden auch zerstört. Das war das Werk der von den USA angeführten Koalition„, sagte der Sprecher.

Das syrische Aussenministerium hat einen offiziellen Protest beim UN-Sicherheitsrat eingereicht. Kampfflugzeuge der von den USA angeführten Koalition sollen neun Raketen auf das Lager der syrischen Armee abgefeuert haben.

Syrien verurteilt aufs schärfste den Akt der Aggression durch die von den USA angeführte Koalition, welche die UN-Charta und die darin enthaltenen Ziele und Prinzipien verletzen. Das Aussenministerium hat einen Brief dem UN-Generalsekräter und dem UN-Sicherheitsrat übergeben„, sagte ein Sprecher des syrischen Aussenministeriums.

Es handelt sich um den ersten Fall, indem die sogenannte Antiterror-Koalition syrische Truppen in Syrien angreift. Vielleicht ist das jetzt die neue Taktik des Westens, um die russischen Erfolge in der Luft und die Rückeroberung von Gebieten von den Terroristen durch die syrische Armee am Boden zu verhindern. Sicher wird Washington wie üblich den Vorfall ganz abstreiten oder als „bedauerlichen Fehler“ abtun.

Das Gebiet von Deir Ezzor ist für den Islamischen Staat strategisch und wirtschaftlich sehr wichtig, denn dort befinden sich die Ölfelder, aus denen der IS das Öl stielt und dann in die Türkei verkauft. Sieht so aus, wie wenn Washington verhindern will, dass die syrische Armee die ISIS vertreibt und die Ölfelder zurückholt, um damit dem IS die Einnahmequelle abzuschneiden.

An Stelle von Assad würde ich jetzt Moskau bitten, jede Maschine, die nicht zur russischen oder syrischen Luftwaffe gehört, mit dem S400 Luftabwehrsystem vom Himmel zu holen und eine Flugverbotszone durchzusetzen. Fremde Maschinen haben überhaupt nichts im syrischen Luftraum zu suchen. Der Westen begeht eine eklatante, völkerrechtswidrige und verbrecherische Verletzung der Souveränität Syriens, in dem die Kriegshetzer meinen, ihre Kampfjets einfach ohne Erlaubnis über Syrien schicken zu können.

Hier meine Botschaft an alle Briten und Deutschen: Dafür haben das britische und auch das deutsche Parlament vergangene Woche mit JA gestimmt. Mit Bombern nicht den IS zu bekämpfen, sondern die syrische Armee. Ihr werdet von Euren Regime und Volkszertretern voll verarscht, belogen und betrogen. Es geht nicht um den Kampf gegen den Islamischen Staat, ist es noch nie gegangen, sondern um die Regierung von Bashar al-Assad zu eliminieren. Jetzt greift man die syrische Armee direkt an.

Alleine die Behauptung des britischen Premier David Cameron letzte Woche, es gebe 70’000 „gemässigte Kämpfer“ der Freien Syrischen Armee in Syrien, mit denen die Briten kooperieren könnten, ist eine unverschämte Lüge. Es gibt nicht einmal 700, wenn überhaupt welche. Lügen, nichts als Lügen, um Interventionen begründen zu können.

Was für ein Theater hat der Westen gemacht und Russland falsch beschuldigt, in die Ukraine einmarschiert zu sein, um es erobern zu wollen. Alles erfunden, erstunken und erlogen. Was machen aber die NATO-Staaten und ihre Komplizen selber und schon lange? Greifen ein arabisches Land nach dem anderen an, verwandeln sie in Trümmerhaufen, aus denen dann Flüchtlingsströme resultieren.

Ohne den vom Westen angezettelten Konflikt in Syrien, um einen „Regimewechsel“ in Damaskus durchzuführen, gebe es keine Millionen von syrischen Flüchtlinge. Es gebe auch auch keine Kriegsflüchtlinge aus Afghanistan, Irak und Libyen, alles Länder die vom Westen mit flächendeckender Bombardierung beglückt wurden. Was ist eigentlich mit Euch los? Diese Kriege wurden und werden in Eurem Namen geführt. Wer nichts dagegen unternimmt, ist an Kriegsverbrechen mitschuldig!!!

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: US-Koalition bombardiert syrisches Militär http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/12/us-koalition-bombardieren-syrisches.html#ixzz3tfo5khA1

Schreck-Video vom Anschlag auf Café: Terrorist zielt direkt auf Frauen

20. November 2015

Schreck-Video vom Anschlag auf Café: Terrorist zielt direkt auf Frauen

http://de.sputniknews.com/videos/20151119/305780384/video-anschlag-paris-terrorist.html

Diese schockierenden Aufnahmen einer Überwachungskamera des Pariser Cafés zeigen den grausamen Anschlag eines Terroristen auf das Lokal. Der Attentäter eröffnet plötzlich das Feuer auf die Gäste in und vor dem Café.


Die Menschen rennen um ihr Leben, flüchten ins Innere des Lokals. Zwei Frauen gelingt die Flucht nicht, sie bleiben draußen unter dem Tisch versteckt.

Als der Terrorist sie da entdeckt, richtet er seine Waffe auf die beiden und will sie erschießen. Er drückt ab. Aber es fallen keine Schüsse. Was genau da passiert ist, bleibt noch unklar. Zum Glück blieben die Frauen am Leben, so weit es das Video zeigt.

Kommentare:
Uwe Herrmann · Universität Paderborn
Das Einzige was ich sehe ist, dass Frauen auch in äußerst lebensbedrohlichen Situationen (0:40) bei der Flucht niemals ihre Tasche liegen lassen.

Jens Schmidt
schon komisch ,,entweder war die munition alle /ladehämmung oder die selbe kiste wie im januar beim hebdoanschlag als der „islamist“ neben statt in den kopf des polizsten schießt ….

Gearoid O Colmain zu den Attentaten von Paris – Virales RT-Interview in deutscher Übersetzung

20. November 2015

Gearoid O Colmain zu den Attentaten von Paris – Virales RT-Interview in deutscher Übersetzung
17.11.2015 • 18:15 Uhr
https://deutsch.rt.com/kurzclips/35622-gearoid-o-colmain-zu-attentaten/

In der englischen Originalfassung haben sich schon über eine halbe Millionen Menschen das RT-Interview mit Gearoid O Colmain zu den Anschlägen in Paris angesehen. Der unabhängige Analyst und Autor sagt: Es gibt eine gezielte Propaganda-Kampagne um in Europa die Angst vor Muslimen zu schüren. Den Krieg gegen den Terror nennt er „vom Ausland aus orchestriert“. Ziel der gewollten Destabilisierung sei es, eine neue globale Ordnung zu schaffen, die lediglich einer kleinen Elite nütze.

Auseinandersetzung um Glyphosat geht weiter

20. November 2015

Auseinandersetzung um Glyphosat geht weiter

http://www.epi-gen.de/themen/gesundheit/glyphosat4
Wayback Machine 3 captures zwischen 15 Jan 13 – 16 Mai 15
https://web.archive.org/web/20130115065549/http://www.epi-gen.de/themen/gesundheit/glyphosat4

In die Diskussion über die Risiken von Glyphosat, dem weltweit bedeutendsten Herbizid, ist erneut Bewegung gekommen. Glyphosathaltige Pestizide werden insbesondere beim Anbau gentechnisch veränderter, herbizidtoleranter Pflanzen eingesetzt. Jährlich werden derzeit rund 600.000 Tonnen des Wirkstoffs hergestellt, nach Angaben der Industrie soll sich das Produktionsvolumen bis zum Jahr 2020 auf eine Million Tonnen ausweiten.
Auseinandersetzung um Glyphosat geht weiter

Glyphosat wird auch zur „Abreife-beschleunigung“ eingesetzt

Glyphosat in Deutschland

Auch in Deutschland werden jährlich rund 5.000 Tonnen des Wirkstoffs ausgebracht. Damit ist Glyphosat auch hierzulande das am häufigsten eingesetzte Pestizid. Laut einer aktuellen Studie (Dickeduisberg et al., 2012) liegen die Hauptanwendungsgebiete bei der Stoppel- und Vorsaatbehandlung. Bei Winterraps, Körnerleguminosen und Wintergerste wird Glyphosat demnach auf ca. 65 – 87 Prozent der gesamten Anbaufläche eingesetzt. Basierend auf einer Umfrage unter Landwirten gehen die Autoren davon aus, dass glyphosathaltige Herbizide auf rund 40 Prozent der deutschen Ackerfläche  verwendet werden.

Monsanto: Keine Belege für Gesundheitsrisiken

In jüngster Zeit wurden erneut mehrere Studien veröffentlicht, die sich mit toxischen und ökologischen Auswirkungen des Pestizids auseinandersetzen. Darunter befinden sich auch Studien, die vom Hersteller Monsanto in Auftrag gegeben bzw. von Beratungsfirmen durchgeführt wurden, die seit Jahren mit dem Unternehmen kooperieren. Diese Publikationen kommen zu dem Ergebnis, dass es keine Belege dafür gibt, dass Glyphosat unter realen Anwendungsbedingungen Krankheiten auslöst.
In einem Review von epidemiologischen Studien finden z.B. Mink et al. (2011) keine konsistenten Hinweise auf Reproduktions- und Entwicklungstörungen, Parkinson, Schilddrüsen-/ Atemwegserkrankungen, oder Herzinfarkte. Auch Williams et al. (2011), die im Auftrag von Monsanto zahlreiche Studien zu Reproduktions- bzw. Entwicklungstörungen auswerteten, fanden keine Belege für negative Auswirkungen.

Neue Hinweise auf Zelltoxizität und DNA-Schäden

Andere aktuelle Publikationen kommen dagegen erneut zu dem Ergebnis, dass Glyphosat bzw. glyphosathaltige Herbizide schädliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt haben können. So konnten Koller et al. (2012) zeigen, dass Roundup, aber auch – in abgeschwächter Form – der Wirkstoff Glyphosat selbst, Schäden an menschlichen Zellen verursachen. In der Studie wurde die Auswirkung der beiden Stoffe auf Epithelzellen, wie sie z.B. in den Atemwegen vorkommen, getestet. Das auch in Deutschland vertriebene Roundup UltraMax bewirkte dabei schon bei sehr geringer Dosierung nach 30 Minuten Zellvergiftungen, ausgelöst durch Schäden an Zellmemembran und Mitochondrien. Glyphosat allein löste diese Effekte erst bei einer viermal höheren Dosis aus. Laut den Autoren besteht ein Risiko für DNA-Schäden bei Menschen, die Roundup/Glyphosat einatmen.
In Studien mit menschlichen Hautzellen konnten Heu et al. (2012a, 2012b) zudem zeigen, dass Glyphosat Schäden an der Zellstruktur auslöst. Nach der Behandlung mit dem Herbizid wies das französische Forscherteam eine Versteifung des Zellskeletts nach. Sie wird möglicherweise durch eine stressbedingte Überproduktion von Aktin, einem wichtigen Bestandteil des Zellskeletts, ausgelöst (s.a. Zellstörungen bei Aalen, in: Roundup: Neue Studien zur Wirkung auf Embryonen, Fische und Ratten). Zudem fanden die Autoren weitere Hinweise für die Vermutung, dass die toxische Wirkung von Glyphosat auf der Schädigung der Mitochondrien beruhen könnte (s.a. Wie giftig ist Roundup für Menschen?).

Genotoxizität: Roundup, Glyphosat und POEA

Negative Effekte von Roundup bzw. Glyphosat zeigt auch eine aktuelle Studie von Guilherme et al. (2012), in der Effekte von Roundup, Glyphosat und dem Netzmittel POEA auf den Europäischen Aal (Anguilla anguilla) getestet wurden. Die Forscher verglichen dabei die genotoxischen Auswirkungen der Stoffe, die dem Wasser in verschiedenen Dosierungen beigemischt wurden. Bei der Analyse von Blutzellen und von Enzymen, die Rückschlüsse auf DNA-Reparaturmechanismen zulassen, zeigte sich, dass alle drei untersuchten Stoffe DNA-Schäden auslösten. Die gravierendsten Auswirkungen hatte dabei das Netzmittel POEA, das auch in einer weiteren aktuellen Publikationen als hochgradig toxisch für Zellen und insbesondere für die Zellmembran identifiziert worden war (Song et al., 2010).

Neubewertung in der EU

Mittlerweile wurde in der EU eine turnusmäßige Neubewertung von Glyphosat auf den Weg gebracht. Deutschland spielt dabei als so genannter „Berichterstatter“ eine bedeutende Rolle. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das ebenfalls in das Verfahren eingebunden ist, scheint jedoch (s. Stellungnahme des BfR zu Glyphosat) den Standpunkt zu vertreten, dass keine relevanten neuen Erkenntnisse vorliegen, die eine kritischere Bewertung von Glyphosat rechtfertigen. Unter anderem verweist das BfR (wie auch Hersteller Monsanto) darauf, dass der Wirkmechanismus von Glyphosat auf Pflanzen beschränkt ist. Zudem gäbe es keine Hinweise auf erbgutveränderende Eigenschaften. Angesichts der zahlreichen neuen, in weiten Teilen übereinstimmenden, Erkenntnisse über glyphosatspezifische Mechanismen der Zellschädigung auch bei Mensch und Tier scheinen beide Annahmen allerdings immer weniger vom Stand der Wissenschaft gedeckt.

Quellen

Dickeduisberg, M., Steinmann, H.H.,Theuvsen, L. (2012) Erhebungen zum Einsatz von Glyphosat im deutschen Ackerbau. 25. Deutsche Arbeitsbesprechung uber Fragen der Unkrautbiologie und –bekämpfung, 13.-15. März 2012, Braunschweig. [Studie]

Guilherme, S., Santos, M.A., Barroso, C., Gaivão, I., Pacheco, M. (2012) Differential genotoxicity of Roundup® formulation and its constituents in blood cells of fish (Anguilla anguilla): considerations on chemical interactions and DNA damaging mechanisms. Ecotoxicology, 21(5): 1381-1390.

Heu, C., Berquand, A., Elie-Caille, C., Nicoda, L. (2012a) Glyphosate-induced stiffening of HaCaT keratinocytes, a Peak Force Tapping study on living cells. Journal of Structural Biology, 178(1): 1- 7.

Heu, C., Elie-Caillea, C., Mougeyc, V., Launayd, S., Nicod, L. (2012b) A step further toward glyphosate-induced epidermal cell death: Involvement of mitochondrial and oxidative mechanisms. Environmental Toxicology and Pharmacology, 34(2): 144–153.

Koller, V.J., Fürhacker, M., Nersesyan, A., Mišík, M., Eisenbauer, M., Knasmueller, S. (2012) Cytotoxic and DNA-damaging properties of glyphosate and Roundup in human-derived buccal epithelial cells. Archives of Toxicology, doi 10.1007/s00204-012-0804-8.

Mink, P.J., Mandel, J.S., Lundin, J.I., Sceurman, B.K. (2011) Epidemiologic studies of glyphosate and non-cancer health outcomes: a review. Regul Toxicol Pharmacol, 61(2):172-84.

Song, H.Y., Kim, Y.H., Seok, S.J., Gil, H.W., Yang, J.O, Lee, EY., Hong, S.Y. (2012) Cellular toxicity of surfactants used as herbicide additives. J Korean Med Sci, 27: 3-9. [Studie]

Williams, A.L., Watson, R.E., DeSesso, J.M. (2012) Developmental and reproductive outcomes in humans and animals after glyphosate exposure: a critical analysis. J Toxicol Environ Health B Crit Rev, 15(1): 39-96.

 

Foto: Wikipedia

Wir verhungern vor vollen Tellern

15. November 2015

Möglicherweise ist die Prophezeiung „sie werden vor vollen Tellern sitzen und trotzdem verhungern“ wortwörtlich zu verstehen.
Was wenn wir mitten beim Essen von (fast) unstillbaren Hungerkrämpfen im Gedärm heimgesucht werden und das Mittagessen keine Abhilfe schafft?

Albrecht Baum

Die Hopi als ein Volk amerikanischer Ureinwohner haben in einer Prophezeiung geschrieben „sie werden vor vollen Tellern sitzen und trotzdem verhungern“. Für diese Aussage fallen mir wenigstens drei Interpretationen ein, die unmittelbar mit unserer Gesellschaft zusammen hängen.

Die Masse der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland lebt mit einem regelmäßigen Einkommen und kommt damit monatlich gut bis sehr gut über die Runden. Der Konsum in unserem Land hat ein enormes Ausmaß erreicht, wir leben in einer Überflussgesellschaft. Das Angebot ist ungeheuerlich und die Nachfrage nicht wesentlich geringer. Da wir uns in einem ständig suggerierten geglaubten Mangel im Haben befinden, versuchen wir diesen durch Konsumtion zu decken. Krisen in unserem Land haben einen marginalen Einfluss auf die Konsumtion, da sie genauer betrachtet herbei geredet werden und wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung wirken.

Zu den Hopi zurück, so ist unsere Konsumtion tatsächlich mit den vollen Tellern zu vergleichen. Weshalb werden wir aber…

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